Falls Sie diesen Text hier lesen können, dann sehen diese Seiten bei Ihnen wahrscheinlich etwas merkwürdig aus. Das kann viele Gründe haben: Etwa, dass ich als Programmierer Fehler gemacht habe... oder aber, dass Ihre Technik den css Standard nicht - oder nicht "richtig" - unterstützt. Die css- Technik macht eine weitgehende Trennung von Inhalt und Layout möglich, so dass etwa auch Blinde oder Handybenutzer nicht ausgeschlossen werden. Sie können Ihren Browser aktualisieren, ein blinder Mensch kann sich nicht so bequem behelfen. Deshalb habe ich mich für diese zeitgemäßeTechnik entschieden. Hier können Sie sehen, wie es eigentlich ungefähr aussehen sollte. Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen.
Bericht direkt aus Sambia

Liebe Freunde und Interessierte,
ich möchte Euch nun, nachdem 5 Monate meines Aufenthaltes in Sambia (dies ist ein Link auf Wikipedia) vorüber sind, einen ersten Eindruck meines Lebens hier wiedergeben.
Nach einer etwas unruhigen Zeit beginnend mit der Vorbereitung auf den Einsatz im Rheinland und einer weiteren Inlandsvorbereitung durch den DED (Deutscher Entwicklung Dienst) in Lusaka habe ich Ende April diesen Jahres meine Arbeit in Chipata begonnen.


Die Hauptstadt der Ostprovinz Sambias liegt in der Nähe der malawischen Grenze und zählt zu den grösseren Städten im Land. Trotz 200.000 Einwohnern ist es doch ein eher beschaulicher Ort und von seiner ländlichen Umgebung geprägt.

Die Ostprovinz Sambias ist eher dünn besiedelt und im Vergleich zu anderen Landesteilen in den letzten Jahren ist hier die Entwicklung eher langsam vorangegangen. Weite Teile sind durch Subsistenzwirtschaft geprägt!
Sambia gehört zu den sogenannten „Landlocked Countries“, das heißt, es verfügt über keinen Zugang zum Meer, was sich für das Land oft nachteilig auswirkt, zumal durch die Krise in Simbabwe viele Produkte über Tansania oder Mosambik ins Land gebracht werden müssen. Ich selbst merke das an den zum Teil heftigen Preisen, die für bestimmte Sachen bezahlt werden müssen. Für weitere Informationen zum Land siehe u.a. hier (Dies ist ein Link auf die Seite).
Nachdem ich in den ersten Monaten damit beschäftigt war, dass von mir bewohnte Haus und den dazugehörigen Garten in Schuss zu bringen, konnte ich mich dann doch endlich auf meine eigentliche Tätigkeit konzentrieren.

Ein sambischer Kollege und ich führen im Auftrag des DED ein NGO – Advisoryoffice.
Unsere Aufgabe ist es zivilgesellschaftliche Organisationen in ihren Entwicklungsprozessen zu beraten und ihnen den Zugang zu Ressourcen zu ermöglichen. So sollen sie in ihren Strukturen gestärkt und befähigt werden ihre Dienstleistungen zielgerichteter anzubieten. Wir verfügen über eine vielfältige Partnerstruktur und müssen uns so flexibel auf deren Bedarf einstellen.


Neben Beratungen im Büro und vor Ort vor Ort (Die Photos über diesen Worten hier zeigen meinen Kollegen Ernest bei der Erklärung eines Buchführungssystems bzw. einer strategischen Planungssitzung) sind wir oft in ländliche Gebieten unterwegs und besuchen mit Partnerorganisationen deren Zielgruppen Die folgenden Photos zeigen Frauengruppen und in der Aidsarbeit aktive Mitglieder einer Jungendorganisation.



Grundsätzlich macht die Zusammenarbeit viel Freude, berührt sie doch viele verschiedene Fachgebiete und auch ich lerne so immer etwas dazu.
Vor allem aber lerne ich Geduld zu haben. Hier laufen viele Dinge doch nach anderen Zeitmustern ab, als man es nach mitteleuropäischen Vorstellungen gewöhnt ist. Wenn man dann als „Mzungu“ langsam unruhig wird, weil mal wieder ein Termin nicht oder nur verspätet eingehalten wurde, begegnen einem die Sambier dann oft mit einer geradezu entwaffnenden Freundlichkeit und so hat man schon fast ein schlechtes Gewissen wegen der zu Schau gestellten Ungeduld! Dennoch gibt es durchaus auch Partner die der Meinung sind, in dieser Hinsicht könne man durchaus etwas von den „Weissnasen“ lernen.


Auch privat lässt es sich in Chipata gut aushalten, wobei man viele Dinge hier auf den ersten Blick nicht sieht und so erst entdecken muss.


Neben Treffen auf der Veranda meines Hauses und Beschäftigungen mit dem eben angeschafften Hund kann man sich in verschiedenen Lodges erholen oder auch an den etwa 2,5 Stunden entfernten Lake Malawi fahren.



Auch in privater Hinsicht gibt es also genug Abwechslung.
Trotz allem bleibt natürlich festzuhalten, dass es auch in Chipata und vor allem den umgebenden ländlichen Gebieten eine weit verbreitete und ausgeprägte Armut gibt. Auch hier gibt es aber durchaus Ansätze und Zeichen der Hoffnung.
Die nachfolgenden Fotos dokumentieren z.B. eine Gemeinschaft von Frauen die Mithilfe einer italienischen Organisation ein Gesundheitszentrum für Kleinkinder in einem der örtlichen Slums erfolgreich aufgebaut haben und leiten.



Als Fazit kann also gesagt werden, dass es sich sehr gelohnt hat zu kommen und ich schon um viele Erfahrungen reicher bin, die ich so in Deutschland wahrscheinlich nicht hätte machen können!
Chipata ist ein angenehmer Ort zum Leben mit zumeist offenen und freundlichen Menschen.
So verbleibe ich für heute mit vielen Grüssen an Euch alle nach Deutschland!


M. Gritzka / E. Kabulansando
ded - NGO Advisory Office
NAPSA Building GO4
P.O. Box 510236
Fon: +260 - 216 - 223 447
Cell: + 260 - 977 - 419 727
E-Mail: Mathias.Gritzka[ätt]ded-zambia.de
P.S.
Die Technik ist wie oft Segen und Fluch zugleich. So stimmen die Datumsangaben oben auf den Photos teilweise nicht, die Photos sind alle ganz aktuell, aber ich habe es noch nicht geschafft, das im Menü richtig einzustellen.
Dank Internet bleibt man auch hier mit Deutschland verbunden, auch wenn man sich wohl nur schwer vorstellen kann, wie aufwendig es ist, "mal eben" ins Internet zu gehen. So dauerte es eine ganze Woche bis ich die Photos nach und nach per Mail senden konnte.
Es ist aber sehr schön und angenehm, dass man einige technische Fragen und Probleme schnell über das Internet klären kann. Ein großes Dankeschön deshalb an die genauso schnellen wie kompetenten Ratgbeber aus Bremen. In dem Forum "Computer und Internet Fragen" (Link) bekam ich eine rasche und hilfreiche Antwort zu einem Excel-Problem. Lieber "IT", tausend Dank noch mal an dieser Stelle. So bleibe ich auch in Afrika gut mit Deutschland verbunden.
Hier geht es zum Bericht Kenia 1
Hier geht es zum Bericht Ruanda
Hier geht es zum Bericht Kenia 3
Hier gibt es die interessanten Berichte aus Kenia und Sambia auch als PDF.
Wann gibt es Bremenschen zu sehen ?